Blog


Locker bleiben. Sommer, Lockerungen, gute Lebensgefühle – es tut gut, dass auch das kulturelle Leben wieder Fahrt aufnimmt, da könnte man doch die ganze Pandemie vergessen… Doch sie macht nur kurz Pause, lasst uns nicht leichtsinnig werden… Genießen wir im erlaubten Rahmen das Leben.


Eine Frage der Solidarität. Ich weiß, man könnte sich ärgern und aufregen in diesen Zeiten – aber ich tu es nicht. Selbstverständlich verzichte ich gerne eine zeitlang auf private Freiheiten, wenn sich dadurch Menschenleben retten lassen, das ist eine Frage der Verantwortung und der Solidarität – auch wenn es manchmal schmerzt. Und statt mich aufzuregen bin ich einfach nur froh, dass mich das Virus noch nicht erwischt hat. Denn klar ist: schuld an all den lästigen Einschränkungen sind nicht Politiker, Institutionen oder gar Virologen – Schuld ist das Virus. Ich versuche, das beste daraus zu machen, habe Zeit für Vieles, studiere meine Philosophiebücher, bestimme die Insekten im Garten, gehe Klettern, habe erstaunliche Naturerlebnisse, schreibe Texte und Lieder und mache Musik.
Ich hoffe, dass auch ihr einen guten Weg durch die Pandemie findet (oder gefunden habt) und trotz der geltenden Regeln nicht die gute Laune verliert
Mai 2021


Corona-Song. Ein kleiner improvisierter Corona-Song mit augenzwinkerndem Text für alle Lockdown-Geplagten, spontan aufgenommen am 10.02.2021:

Du bist Corona: Wir machen dich fertig mit Abstand und so, mit Maske und Lockdown und Desinfektio



Was tun in diesen Corona-Zeiten. Trotz Abstand und Hygieneregeln und dem notwendigen Aufgeben von liebgewonnen Gewohnheiten geht das Leben weiter. Ich habe begonnen, die Entschleunigung zu genießen und auch mal aktiv nichts zu tun. Und dann nehme ich mir wieder Zeit für Vieles, was im Alltag sonst immer auf der Strecke bleibt, das tut gut.  Wichtig ist, dass ich das was ich tue, gerne tue – und das ist eine Frage der bewussten Entscheidung. Ich hoffe, dass auch ihr in diesen seltsamen Zeiten für euch Wege findet, euer Leben – wenn auch anders als gewohnt – angenehm zu gestalten.
November 2020


Eine kleine Schlagzeug-Improvisation, ein bisschen Bewegung vor dem Abendessen. Die Gitarre nehme ich täglich in die Hand, die anderen Instrumente sollte ich nicht vernachlässigen:



Wir bleiben daheim – ein musikalischer Gruß. Für alle, die während dieser Coronazeit zuhause bleiben und denen die Decke auf den Kopf fällt, hier ein kleiner ruhiger Moment der musikalischen Entspannung und Ablenkung:



Musikalisches Equipment
. Mein Equipment verändert sich im Laufe der Jahre, die wichtigsten Instrumente waren und sind:
Akustische Gitarren: Gibson Songwriter Deluxe, Cort, Aria Konzertgitarre.
E-Gitarren: Vester, Squire, Epiphone Les Paul
Bass-Gitarren: Schack Heaven, Ibanez BTB, Tokai fretless
Klavier: Steingräber & Söhne
Keyboard: Yamaha PSR
Schlagzeug: Roland HD-3 V
Drum-Sounds: Roland R8, Yamaha RY30


Neue Website ist online.
Ich erinnere mich noch, wie ich im Jahr 2001 zum ersten mal die Seite kopp-music.de gestaltete und ins Netz stellte. Seitdem erwarb ich viele HTML-Kenntnisse und entwickelte die Seite fortlaufend weiter. Nun, da die alte Seite nicht mehr funktioniert, habe ich die Website komplett neu aufgebaut und gönne ihr ein moderneres Design. Nach 19 Jahren ist das durchaus angemessen, denke ich. April 2020



Corona: Vom Balkon musiziert
. Auch wir sind dem Aufruf gefolgt und haben am 22. März um 18 Uhr vom Balkon musiziert, ein Duett mit Querflöte und Gitarre. Eine nette Idee in dieser Corona-Zeit, in der alle daheim bleiben sollen. Das Neue daran ist, dass auf vielen Balkonen zur gleichen Zeit gespielt wird – und auch die selbe Musik. Ansonsten nehme ich immer schon gerne die Gitarre mit auf dem Balkon und spiele eine Runde durch mein Repertoire. März 2020



Corona: Keine Tour durch Frankreich
. Unsere Tour nach Frankreich ist coronabedingt abgesagt, wir konnten nicht nach Frankreich einreisen, die Grenzen sind geschlossen und die Kontakt-Regeln in Frankreich noch einiges härter als bei uns. Stattdessen beteiligen wir uns an der Aktion WIR BLEIBEN DAHEIM, es ist wichtig, dass wir uns in diesen Zeiten verantwortungsvoll verhalten. März/April 2020


Jürgen Klopp und ich
. Hast du schon mal deinen Namen gegoogelt? Wenn ich das mache fragt mich das Programm, ob ich mich verschrieben habe. Meinten Sie Jürgen Klopp? Nein meinte ich nicht, sonst hätte ich das wohl eingetippt! Manchmal ist es ein Fluch.
Wie oft lauschen Fußballfans auf, wenn ich meinen Namen nenne, und fragen sich ob sie richtig gehört haben. Nein, Jürgen Kopp und nicht Jürgen Klopp! Ich bin nicht der Fußball-Trainer, schließlich sehe ich ja anders aus! Ich bin auch nicht mit ihm verwandt, schließlich hab ich ja einen anderen Namen!! Und ich hab mit Fußball nichts am Hut! Bei dieser pauschalen Äußerung steht regelmäßig Unverständnis im Blick meines Gegenübers, wie kann man sich nur NICHT für Fußball interessieren – und das bei diesem Namen!
Der Gipfel war mein Physiotherapeut. Als dieser Mitarbeiter einer Darmstädter Praxis meinen Namen zum ersten Mal gehört hatte, legte er ein breites Grinsen auf und erzählte freudig aufgeputscht nur noch Fußballanekdoten anstatt sich sinnvoll meinen Rückenschmerzen zuzuwenden. Ich redete beruhigend auf ihn ein, weil ich Sorge hatte, dass er ganz den Verstand verlieren könnte. Mein körperlicher Zustand hat sich trotz der regelmäßigen Termine nicht drastisch verschlechtert, nur meine Psyche hat etwas gelitten. Und der Therapeut ist sein Grinsen nicht mehr losgeworden, wie Joker in den Batman-Filmen.
Und jetzt quatscht er mich auch noch im Fernseher an, nicht der Therapeut, sondern der Klopp. Werbung für Rasierer und für Autos. Fielmann würde auch passen. Vielleicht sollte er für die Physiotherapiepraxis Werbung machen. Oder für Google? Und vielleicht sollte ich meine Geburtsurkunde auf meinen Monitor kleben, um einer Idenditätskrise vorzubeugen.
Ich finde einer von uns sollte seinen Namen ändern, also er – weil ich der Ältere bin.



Von Lenkdrachen an Tankstellen.
Kundenkarte? Paybackkarte? Treuepunkte? Von den Formalitäten an Supermarktkassen bin ich gewohnt, dass ich mein Rückgeld erst bekomme, wenn ich diese Fragen beantwortet habe. Nachdem ich drei Mal ‚nein’ gesagt habe, schaut mich die Kassiererin mitleidig an und winkt mich durch.
Mitunter werden in dieser Hinsicht auch Tankstellen kreativ.
Neulich an der Tankstelle nahm mir der junge Mann hinter der Kasse meine EC-Karte aus der Hand, worauf er mir anbot, ich könne noch einen Kaffee und ein Croissant bekommen.
Nein, danke. Treuepunkte? Nein. Wenn ich eine Kundenkarte ausfülle, bekomme ich einen Familienregenschirm gratis. Fassungslos antwortete ich mit nein. Aber Sie brauchen doch sicherlich einen Schirm. Ich habe schon einen Schirm. Aber das ist ein sehr schöner Schirm…
Meine Stimme hat nun einen leicht genervten Unterton: Ich will nur tanken. Noch immer fuchtelt der junge Mann mit meiner EC-Karte herum und überlegt, wie er mich doch noch überzeugen kann. Mein Gesichtsausdruck wird finster und endlich gibt er auf und kassiert mich ab.
Vorgestern war ich an einer anderen Tankstelle: Kaum habe ich meinen Tankdeckel geöffnet, springt eine junge Frau dazwischen und meint: Darf ich Ihnen dieses V-Power-Benzin anbieten, ab 50 Liter bekommen Sie einen Lenkdrachen. Es dauert einen Moment, bis ich diese Information verdaut habe – einen Lenkdrachen? Was bitteschön hat ein Lenkdrachen mit Benzin zu tun? Ich tanke lieber super, höre ich mich sagen und nun, da die Verhandlungen über die Benzinart beendet sind, schnappt sie sich die Zapfpistole und beginnt meinen Tank zu füllen. Aha, hier wird man bedient, denke ich bei mir, das ist ja eine ganz nette Geste.
Wieviel? fragt die junge Frau, auf deren knallroten Jacke die Worte ‚Ich bin Ihr Tankwart’ stehen. Voll, bitte. Gerade als ich mich wegdrehen möchte, sagt sie noch: Dann schaue ich jetzt mal unter Ihre Haube und kontrolliere Öl und Wasser. Ich ahne, dass das Ausmaße annimmt, die meinen Zeitplan durcheinander bringen könnten. Nein danke, erwidere ich, da ist alles in Ordnung. Sie gibt sich noch nicht geschlagen. Dann wische ich jetzt Ihre Scheiben vorn und hinten, und wenn Sie mit meinem Service zufrieden sind, bezahlen Sie an der Kasse einen Euro. Mit diesen Worten drückt sie mir einen Chip in die Hand, auf dem ganz groß 1,- steht. Wieder bin ich fassungslos, blicke auf das Ding in meiner Hand, dann auf die Fensterscheiben, die keine Säuberung nötig haben, dann bedanke ich mich freundlich für das Angebot, lehne aber ab und gebe ihr den Chip zurück. Höflich frage ich, ob ich nun selbst weitertanken soll…
Drin an der Kasse stutzt die Kassiererin, weil ich den Chip der Tankwartin nicht dabei habe, ich scheine das System durcheinander zu bringen. Dann fragt Sie mich: Sind Sie Mitglied im Automobilclub? Sammeln Sie Punkte? Etwas zu trinken vielleicht?
Mal ehrlich, in welcher Welt leben wir eigentlich? Bevor ich abfahre, tippe ich meiner Tankwartin auf die Schulter und gebe ihr einen Euro.

Zur Startseite